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Ein Parkhaus für den Forschungsflughafen

Braunschweig, 14. Februar 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Von links: Carola Meyer (Geschäftsführerin Braunschweiger Parken GmbH), Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Jürgen Brinkmann (Vorstandsvorsitzender der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg) und Martin Pietsch (Geschäftsführer Braunschweiger Parken GmbH) bei der Vorstellung der Pläne. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
Von links: Carola Meyer (Geschäftsführerin Braunschweiger Parken GmbH), Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Jürgen Brinkmann (Vorstandsvorsitzender der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg) und Martin Pietsch (Geschäftsführer Braunschweiger Parken GmbH) bei der Vorstellung der Pläne.
(Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

Als einen weiteren Schritt voran bei der funktionalen Aufwertung des Braunschweiger Forschungsflughafens hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth die Gründung der Braunschweiger Parken GmbH gemeinsam mit der Volksbank eG Braunschweig-Wolfsburg bezeichnet. „Mit dieser Gesellschaft geht die Stadt eine Partnerschaft mit einem starken regionalen Partner ein, um das Umfeld des Flughafens so zu entwickeln, wie es von einem europäischen Zentrum der Mobilitätsforschung erwartet wird.“

Zentrale Bausteine für die künftige Entwicklung des Mobilitätsclusters am Forschungsflughafen sind die Schaffung von Büromietflächen und von zentralen Einrichtungen durch die Lilienthalhäuser, die Schaffung von Parkkapazitäten und die Ordnung der städtebaulichen Situation am Lilienthalplatz. Eine Verbesserung der Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr und die Radwegeanbindung sind bereits erreicht, auch die Ausweisung von Gewerbeflächen im Westen des Flughafens und in Kralenriede ist erfolgt. Seit etwa zwei Jahren koordiniert eine Arbeitsgruppe in der Stadtverwaltung unter Federführung des Wirtschaftsdezernenten diese Projekte zur Weiterentwicklung des Clusters.

So soll das Lilienthalhaus am Forschungsflughafen aussehen. (Entwurf: ARCHITEKTENRÜDIGER, Visualisierung: Cube Visualisierungen)

„Mit dem Lilienthalhaus schaffen wir eine zentrale Anlaufstation am Forschungsflughafen, ein neues Zentrum für das Cluster. Neben Büroflächen werden dort ein größerer Veranstaltungsraum, ein Bistro, eine Skylounge und weitere Serviceeinrichtungen Platz finden. Damit setzen wir eine Gemeinschaftsidee unserer Projektentwicklungstochter, der Volksbank BraWo Projekt GmbH, und des Vereins Forschungsflughafen um und erhoffen uns weitere Impulse für den Wirtschaftsstandort“, stellt Jürgen Brinkmann das Engagement der Volksbank vor. Das Parken auf dem Lilienthalplatz sei in den letzten Jahren zu einem Problem geworden, das sich noch verschärfen würde, wenn das erste Lilienthalhaus der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg fertiggestellt ist und im Sommer die ersten Mieter einziehen.

Der Forschungsflughafen aus der Vogelperspektive, mittig das Lilienthalhaus.  (Entwurf: ARCHITEKTENRÜDIGER, Visualisierung: Cube Visualisierungen)

Die neue Gesellschaft Braunschweiger Parken GmbH, an der die Stadt über die städtische Strukturförderungsgesellschaft 25 und die Bank 75 Prozent der Geschäftsanteile halten, werde für rund 7,8 Millionen Euro ein Parkhaus bauen und nach einer Neugestaltung des Lilienthalplatzes auch den verbleibenden Parkraum für Kurzzeitparker auf dem Platz selbst bewirtschaften, sagte Markurth. „Mit dem Bau des Parkhauses geht ein weiteres Engagement der neuen Gesellschaft und der städtischen Tochter Strukturförderung Braunschweig GmbH (SFB) einher. Beide investieren in die Neugestaltung des Lilienthalplatzes. Die SFB hat hierzu und für den Bau weiterer Bürogebäude und Parkkapazitäten Flächen nördlich und südlich der Hermann-Blenk-Straße erworben. Damit haben wir am Standort Forschungsflughafen gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung geschaffen“, so Markurth weiter.

„Die augenblickliche Situation wirkt arg provisorisch und lässt insbesondere für den auswärtigen Besucher nicht erkennen, dass hier an den Grundlagen für die Mobilität der Zukunft geforscht wird“, betonte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. „Das wird sich mit Hilfe unseres abgestimmten Maßnahmenpaketes ändern.“

So ist es künftig geplant: Neues Parkhaus (große blaue Fläche) mit ca. 660 Parkplätzen, Kurzzeitparken mit max. 70 Plätzen (kleine blaue Fläche) und der künftig umzugestaltende Lilienthalplatz (grüne Fläche). Zwischen den Parkflächen das Gelände mit dem neuen Lilienthalhaus. (Foto: Forschungsflughafen GmbH)

Leppa wies auf die sich gut entwickelnden Unternehmensansiedlungen wie smart microwave sensors, Simtec und Leichtwerk auf den rund 30 Hektar Gewerbeflächen rund um den Forschungsflughafen hin, die für Unternehmen aus den Wirtschaftssegmenten Luftfahrt und Mobilität reserviert seien. Daraus ergebe sich eine Dynamik, die zum einen eine verbesserte Funktion der Infrastruktur des Forschungsflughafens erfordere, zum anderen aber auch Erwartungen an ein angemessenes Erscheinungsbild des Flughafenumfeldes wecke. Mittlerweile seien dort mehr als 2.700 zumeist hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden, während es 2004 noch 1.600 waren.

„Letztlich spielt bei Unternehmensansiedlungen am Forschungsflughafen nicht allein die hohe Kompetenz der Forschungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen in Sachen Mobilität eine Rolle“, betonte Leppa. „Es ist nicht zu unterschätzen, wie sehr eine attraktive Infrastruktur am Standort unseres Mobilitätsclusters auch Standortentscheidungen von Unternehmen beeinflusst.“

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